Mallorca punktet nicht nur als Urlaubsinsel für Sonnenhungrige. Auch die Hauptstadt Palma de Mallorca hat Einiges zu bieten: Eine bezaubernde Altstadt, großartige Museen und eine herrliche Lage am Meer!

Absolutes Highlight und ein unbedingtes Muss auch für Tagestouristen ist die gotische Kathedrale La Seu in der Altstadt. Schon von außen ist die herrschaftliche Silhouette trotz fehlender Türme beeindruckend. Allein die Ausmaße – 120 Meter Länge, 40 Meter Breite und eine Höhe von 44 Metern – sprechen für sich. Das 1230 erbaute Meisterwerk zählt zu den schönsten gotischen Bauwerken. Nicht nur innen, auch die Fassade und die Portale sind reich verziert. Im Innenraum sind die wenigen, deckentragenden, hohen und äußerst schlanken Säulen beachtenswert. Darüber hinaus lohnen die 20 Seitenkapellen. Sie sind zwar gleich groß, jedoch unterschiedlich ausgestaltet. Ein berückendes Lichtspiel bildet die großartige, bunte Rosette – am schönsten anzusehen übrigens vor 10 Uhr morgens, wenn die Sonne noch östlich steht. Nicht umsonst bedeutet der Name „La Seu“ auf Mallorquin „Licht“!

Kathedrale-La-Seu-Mallorca

Unweit der Kathedrale lohnt sich ein Bummel über den herrlichen Passeig des Born. Hier stehen wunderschöne, alte Stadtpaläste, teils mit prachtvoll begrünten Innenhöfen. Den kleinen Hunger zwischendurch stillt man in einer der unzähligen Bars oder genießt das bunte Treiben auf einer der zahlreichen Parkbänke unter der Baumallee.

Der Almudaina Palast ist das zweitgrößte Gebäude der Stadt, unmittelbar neben der Kathedrale. Einige eindrucksvolle Räumlichkeiten können besichtigt werden, andere werden vom Militär genutzt. Absolut sehenswert sind die prachtvollen Gartenanlagen mit Wasserspielen und Laubengängen – ein Hort der Ruhe inmitten der quirligen Altstadt.

Mit diversen Schutzpatronen und Engeln verziert ist ein weiteres gotisches Kleinod der Altstadt: Die Seehandelsbörse La Lonja de Palma. Hier wurden von 1450 bis 1830 alle wichtigen Handelsgeschichten abgewickelt. Noch heute drückt das von Palmen umgebene, filigrane Bauwerk gleichermaßen perfekte Ästhetik verbunden mit dem Selbstbewusstsein der einstigen Kaufleute aus.

112 Meter hoch über dem Stadtteil El Terreno thront das kreisrunde, trutzige Castell de Bellver – weithin vom Meer sichtbar und herrlich in Grün eingebettet. Architekturliebhaber entdecken hier nicht nur gotische, sondern auch romanische Bauelemente. Von den vier Türmen genießt man einzigartige Ausblicke über das Meer, die Altstadt Palmas und das Tramuntana-Gebirge. Wer sich für Geschichte interessiert, sollte das Museum zur Stadtgeschichte aufsuchen, das sich im Kastell befindet. Spannend ist außerdem das unterirdische Höhlensystem: An diesem unwirtlichen Platz brachte man in früherer Zeit Gefangene unter!

Castell-de-Bellver

Ebenso lohnend: Ein Abstecher nach Santa Ponca zum Denkmal „Kreuz der Ausschiffung“. Hier landete König Jaume, um die Mauren zu vertreiben.

Palma de Mallorca glänzt aber nicht nur mit der Vergangenheit! Die Stiftung „Fundació Pilar i Joan Miró“ lockt mit einem großartigen Museumsbau und über 6000 Werken des Künstlers. Ganz unterschiedliche Exponate, darunter farbenfrohe Wollteppiche, Plastiken, Grafiken und Ölgemälde, geben Einblicke in die Kunstwelt des katalanischen Malers.